Das Leben

Medizinische Versorgung

Eine flächendeckende medizinische Versorgung gibt es in Kamerun nicht. Die in den
großen Städten vorhandenen Krankenhäuser sind nur den Reichsten zugänglich,
ebenso wie Elektrizität und die Versorgung mit gutem Wasser. Die katastrophale
Qualität des verfügbaren Wassers stellt ein besonders bedrückendes Problem der
Armen Westafrikas dar. Krankheiten wie Kinderlähmung, Hepatitis (Gelbsucht),
Thyphus, Malaria und mannigfache Wurminfektionen werden über verseuchtes
Gewässer übertragen und fordern insbesondere unter den Kindern viele Opfer mit
einer erschreckend hohen Sterblichkeit.
In steigendem Maße breitet sich die HIV-Infektion aus, vorwiegend jüngere
Erwachsene sind hiervon betroffen. Auf Basis dieser Immunschwäche nimmt die
Tuberkulose dramatisch zu.
Eine Geburt ohne jede medizinische Versorgung stellt für Mutter und Kind ein hohes
Risiko dar. Todesfälle durch Kindbettfieber und Neugeborenen-Tetanus sind sehr
häufig und vor allem auf die schlechten hygienschen Bedingungen zurückzuführen.

Bildung

Bildung ist in Kamerun sehr teuer und für die arme Landbevölkerung fast
unerschwinglich. Häufig fällt der Unterricht an öffentlichen Schulen aus, weil die
staatlich angestellten Lehrer über Monate kein Gehalt bekommen. Oft können aber
auch die Kinder nicht am Unterricht teilnehmen: Zum einen ist streckenweise ihre
Arbeitskraft z.B. auf dem Feld für die Familie unentbehrlich, zum anderen fehlen
häufig die Mittel, um Schulhefte, Bücher und Stifte zu kaufen.