Das Land

Kamerun liegt im Schnittpunkt von West- und Zentralafrika. Mit einer Fläche von
475.439 km2 ist es etwa 1,5 mal so groß wie Deutschland. Es grenzt im Nordosten
an den Tschad See, im Osten an die Zentralafrikanische Republik, im Süden
an Gabun, Aequatorial-Guinea und Kongo sowie im Westen an Nigeria. Durch
seine Nord-Süd-Ausdehnung durchschneidet Kamerun die verschiedensten
Vegetations- und Klimazonen: vom regenreichen Küstentiefland mit riesigen
Urwäldern über die zentrale Hochebene bis hin zu den wüstenartigen Trockenzonen
des Nordens. Aufgrund dieser geographischen Vielfalt trägt Kamerun auch den
Beinamen „Miniaturafrika“.

Das Land Kamerun gibt es in seinen aktuellen Grenzen erst seit 1960. Obwohl das
Staatsgebiet mehr als 200 unterschiedliche Ethnien (und Sprachen!) umfasst und
letztendlich ein Kunstprodukt der Kolonialmächte ist, ist das Nationalbewusstsein der
Kameruner groß. Offizielle Verkehrssprachen sind (mehrheitlich) Französisch und
– im Norden – Englisch. Statistisch gesehen sind in Kamerun jeweils ein Drittel der
Bevölkerung Christen, Moslems oder Animisten, wobei der christliche Anteil stetig
im Wachstum ist, und insbesondere die katholische Kirche einen enormen Zulauf zu
verzeichnen hat.