Danksagung von Professor Mbarga

Der erste Schritt zum Bau einer Berufsschule in Yaound ist getan – Herr Professor Mbarga bedankt sich und berichtet über die Fortschritte die im Jahr 2011 erzielt werden konnten.

Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Freunde!

Der Erste Advent ist fü€r mich ein guter Anlass, Ihnen allen viele Grü߀e aus Kamerun zu
senden, verbunden mit einem herzlichen Dank fü€r Ihre grozü€gige und treue Unterst€ützung.
Unser Hilfsprojekt hat in diesem Jahr gute Fortschritte gemacht – vor allem, was die
Versorgung der Kinder und Jugendlichen angeht.
Mittlerweile leben 12 Kinder gemeinsam mit 2 engagierten Ordensschwestern in unserem
Waisenhaus. Einer unserer Dorfbewohner hat ihnen ein gutes Stü€ck Land zur Bewirtschaftung zur Verf€ügung gestellt, sodass sich die Hausgemeinschaft weitestgehend selbst versorgen kann. Das bedeutet fü€r uns eine finanzielle Entlastung und hat den
positiven Nebeneffekt, dass unsere Kinder von klein auf praktische Kenntnisse im Gartenanbau erwerben und lernen, ihre Hilfe in die Gemeinschaft einzubringen.
Nach wie vor werden an unserer Mvam-Zamba Volksschule ungefĊhr 120 Kinder
unterrichtet. Inzwischen haben wir neben 4 Lehrerinnen auch 2 mäƒnnliche Lehrkräƒfte
eingestellt. Unsere Schul-Direktorin Regine grü߀t Euch im Namen von Schü€lern und Eltern
vielmals und dankt Euch fü€r die reichlichen Schulmaterialien, die einen guten und
kontinuierlichen  Unterricht  erm„glichen.  So mute in diesem Jahr – anders als an vielen
anderen Schulen Westafrikas  – keine einzige Stunde wegen des Mangels an Papier oder
Schreibmaterial ausfallen.
Die St. Thomas-Krankenstation ist mit Hilfskrƒften und – dank vieler Sachspenden- mit
Medikamenten sehr gut ausgestattet. Hier arbeiten 2 erfahrene Krankenschwestern, eine
Apothekerin, 2 Laborantinnen und 1-2 Reinigungskrƒfte. Anders als in Europa mü€ssen die
Schwestern sehr vieles allein diagnostizieren und behandeln; nur fü€r sehr schwere Füƒlle
kommt eine ąrztin 1x in der Woche aus der Stadt, um die Therapie einzuleiten bzw. zu
€bewachen.
Insbesondere die werdenden M€ütter sind Euch dankbar dafü€r, dass sie bei ihrer Entbindung fachkundige Hilfe fü€r sich und die Neugeborenen erfahren und nicht irgendwo im Dschungel auf sich allein gestellt sind!
Wenn Sie meinen Brief aufmerksam gelesen haben, werden Sie 14 amtliche Mitarbeiter in
unserem Dorf Mvam-Zamba gezƒählt haben. Durch Ihre Hilfe haben sie alle im letzten Jahr ihr monatliches Gehalt erhalten (was in meiner Heimat eine wirklich gro߁e Ausnahme
darstellt!). Sie danken Ihnen von Herzen fü€r ihren Arbeitsplatz und die M„öglichkeit, unser
Projekt aktiv und in eigener Verantwortung weiter voranzubringen.
Abschließend macht es mir besondere Freude, vom Beginn eines neuen Projektabschnittes zu berichten. Sie alle haben mich bei meinen letzten Aufenthalten in Deutschland sehr zum Bau einer Berufsschule in Yaound† ermutigt. Inzwischen habe ich fü€r den Verein ein Grundstü€ck mit ausgesprochen gü€nstiger Lage in unserer Hauptstadt Yaound† erworben und mittlerweile die Fundamentlegung des Schulgebäƒudes abschlie߁en kö„nnen. Damit ist bereits der schwierigste Teil des Rohbaus geschafft…

Mit Unterst۟tzung durch Familie Reisinger soll ein Container mit den entsprechenden
Maschinen und Einrichtungsgegenstäƒnden f€ür die Schule im September 2012 nach  Yaound† auf die Reise gehen.Wir freuen uns sehr, dass Gerhard und Gerda Reisinger voraussichtlich den Container begleiten und uns bei Installation der Gerƒätschaften und Einarbeitung mit ihren tropentechnischen Kenntnissen Beistand leisten werden.

Sie kö„nnen sich kaum vorstellen, was die Perspektive einer praktischen Berufsausbildung fü€r die Menschen in Kamerun bedeutet,  -die Vorfreude insbesondere unserer Jugendlichen ist riesig gro߁! Auch ich verbinde gro߁e Hoffnung mit dem geplanten Zentrum, welches uns erlauben wird, eigene Produkte zu verkaufen sowie selbstƒständig etwas zu erwirtschaften und – nicht zuletzt – die vielfach angek€ündigten Helfer aus Europa sicher unterzubringen!

Einstweilen grü߀e ich Sie von Herzen – auch im Namen der Menschen aus meinem
Heimatdorf Mvam-Zamba.

Wir w۟nschen Ihnen allen eine gesegnete und frohe Adventszeit !

Bleiben Sie uns treu!

Ihr dankbarer
Pfarrer Philippe
Abb† Dr. Philippe A. Mbarga